Papierkorb

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Und nun zur Praxis

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Bild 10
Der Papierkorb sollte aus Kiefernholz gebaut werden. Durch die engen Zinken entstehen stabile Verbindungen, sodass ich wegen der schönen Maserung Seitenbretter verwenden konnte. Diese Bretter habe ich mir von einer Tischlerei herstellen lassen, weil das Aufschneiden, Fügen und auf Dicke hobeln ein sehr großer Zeitaufwand gewesen wäre. Der Sinn der Arbeit sollte ja das Üben der Trichterzinkung sein.

Damit die Maserung in einer Ebene um die vier Seiten herum läuft, musste das Holz 175 cm lang sein ( 4 x 35 und ein Stück Reserve, falls ich einen Fehler mache). Die Bretter habe ich in der Breite (d.h. Höhe des Papierkorbes) in zwei Stücken aufgeteilt, 35 cm für den Korpus und 10 cm für die Griffe, die dann später zusammen geleimt werden. Diese Vorgehensweise habe ich gewählt, damit ich die Hauptarbeiten mit parallelen Kanten erledigen konnte.

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Bild 11
Die Seitenwände werden in vier rechteckige Platten zugeschnitten und mit dem Aufbauzeichen versehen, um auch wirklich die Reihenfolge einzuhalten..



Bild 12
Nun können die Schrägen gesägt werden.

Achtung: nicht in den Abfalleimer, sie werden noch gebraucht.



Bild 13
Aus den Abfallstücken habe ich mir eine Vorrichtung gebaut.

Zum Anreißen habe ich eine Innenseite einer Ecke hergestellt, ein rechtwinkliger Grundkörper aus Boden und zwei Seitenteilen und darauf vier Keile von den Abfallstücken.



Bild 14
Nun habe ich immer die beiden zusammengehörenden Seitenteile auf die Eckenvorrichtung gespannt. Damit die Zwingen gut halten, kann man außen jeweils auch noch einen Keil als Zulage ansetzen.

Als erstes wurden die Winkel an den Hirnkanten und an der unteren Seitenkante angezeichnet (s. Bild 3)

Bevor es weiter geht müssen je Seitenteil diese drei Kanten bestoßen werden, sonst wird alles nachfolgende windschief.



Bild 15
Wenn die Kanten stimmen, können die Zapfen angerissen werden (Bild 4).

Zwei Materialstärken anreißen und Senkrechte errichten.



Bild 16
In die beiden Senkrechten werden die Zinkeneinteilung eingetragen „Schwalbe + Zinken = max.1½ Materialstärke“ (Bild 5).

Danach werden die Zinken auf das Hirnholz projiziert (Bild 6).






Reihenfolge der Arbeiten entsprechend der Ziffern 1 bis 5



Bild 17
Auf der Hirnkante wird gekennzeichnet was Abfall ist „die Schwalben“ (Bild 7).


Bild 18
Jetzt werden die Parallelrisse der Zinken gezeichnet.

Alle Linien werden rundum gewinkelt, was später für das Einhalten der Richtung beim Sägen und Stemmen sehr hilfreich ist.

Hier musst du ganz genau arbeiten, damit deine Verbindung nicht am Ende "windschief" wird, sagt Matthias Keilig und ich kann es inzwischen bestätigen, denn an dieser Stelle habe ich bei meinen Vorversuchen die Fehler gemacht.

Wichtig ist auch, wenn man den Grund der Zinken mit dem Streichmaß anreißen will, dass man immer an die jeweilige Kante anschlägt ( es ist ja kein rechter Winkel zur Fläche). Mit einem großen Streichmaß ist das sehr schwierig, besser geht es mit einem Lineal.

Das gleiche gilt nachher natürlich auch für die Schwalben.



Bild 19




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Autor: Eckhard Pohlmann
Letzte Änderung: 10.11.2004