Gratleisten für den Werkstatthocker


Die Gratnut lässt sich am besten herstellen, wenn die Platte noch quadratisch ist.
Für die Gratleisten habe ich Buche 40 x 20 mm genommen.
Auf dem Foto sieht man, dass eine Seite bereits fertig ist und die andere reiße ich grade an.



Die Nut läuft zu einer Seite hin konisch zu, damit die Leiste eingekeilt werden kann. Bei der Länge von 40 cm habe ich je Seite 2 mm gewählt.
Damit die Gratsäge eine gute Führung bekommt, habe ich den Riss mit einem Stechbeitel eingeritzt und keilförmig angeschnitten.
Die Gratsäge arbeitet auf Zug.

Mit dem Grundhobel wird dann die Nut ausgeräumt, dabei habe ich eine Tiefe von 7 mm gewählt.
Vor dem Einsetzen der Gratleiste habe ich die Fläche noch ein mal übergeputzt, da man hinterher nicht mehr so gut an diese Stellen kommt.

Der Grat wird mit dem Grathobel hergestellt.
Er hat einen Vorschneider und einen Anlauf. Der Anlauf wird auf die Tiefe der Nut eingestellt. In diesem Fall auf 7 mm, gemessen von der Spitze des Eisens.
Der Vorschneider wird nur beim Hobeln quer zur Faser benötigt. Ich habe ihn bei dieser Arbeit beim Hobeln zurück gezogen.
Der Grat wird so gehobelt, dass er konisch nach vorne zuläuft, damit die Leiste stramm in die Nut eingeschlagen werden kann.

Es ist wichtig, dass man zwischendurch immer wieder die Passung prüft. Die Leiste soll ca. 5 cm unten überstehen.

Zum Schluss werden die beiden Leisten ohne Leim in die Nuten eingetrieben.



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Autor: Eckhard Pohlmann
Letzte Änderung: 31.01.2004